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Ein Jahr Flucht aus Myanmar: DRK warnt vor dauerhafter Flüchtlingskrise in Bangladesch (vom 22.08.2018)
Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor einer dauerhaften Flüchtlingskrise in Bangladesch. „Seit dem Ausbruch der Gewalt am 25. August 2017 sind 706.000 Menschen aus Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflüchtet. Sie leben dort auf engstem Raum in notdürftigen Hütten aus Bambus und Planen und sind abhängig von humanitärer Hilfe, zumal sie seit ihrer Flucht alles zurücklassen mussten. Da sie in Myanmar nicht in Sicherheit leben, sich aber auch in Bangladesch kein neues Leben aufbauen dürfen, droht dies eine humanitäre Katastrophe ohne Aussicht auf Besserung zu werden. Das DRK unterstützt die Flüchtlinge, um ihnen unter den extrem schwierigen Bedingungen im Camp dennoch einen würdigen Alltag zu ermöglichen. Wir bitten dringend um Spenden, um weiter in Bangladesch helfen zu können“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.
Bereits seit 1992 gab es immer wieder Flüchtlingsbewegungen aus dem Nachbarland. Insgesamt leben nun bis zu einer Million Menschen aus Myanmar unter prekären Bedingungen im Süd-Osten von Bangladesch in einem sogenannten Mega-Camp im Distrikt Cox’s Bazar. Es gilt als das größte und auch am dichtesten besiedelte Flüchtlingscamp der Welt. „75 Familien müssen auf der Fläche eines olympischen Schwimmbeckens von 50 mal 25 Metern leben, das ist kaum vorstellbar. Die Enge birgt große Gesundheitsrisiken, da sich Krankheiten sehr schnell ausbreiten können. Viele Menschen leiden bereits an Atemwegserkrankungen, Durchfall oder Hauterkrankungen“, sagt Hasselfeldt.

Das DRK unterstützt die Gesundheitsversorgung im Camp und betreibt zwei Gesundheitsstationen. Sie sind erste Anlaufstelle für Kranke, schwangere Frauen und stillende Mütter mit Kleinkindern. Schwierige Fälle können an das Feldhospital des Roten Kreuzes überwiesen werden. Daneben unterstützt das DRK bereits mit über 50 Brunnen die Trinkwasserversorgung für tausende Menschen sowie auch die Entsorgung von Abwasser durch den Bau von bisher über 200 Gemeinschaftslatrinen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Hygiene im Camp. 15.000 Menschen erhielten Baumaterialien zum Ausbau und Sicherung ihrer Unterkünfte.

Foto: Humanitäre Hilfe des DRK für Flüchtlinge aus Myanmar. Medizinische Versorgung durch Mitarbeiterin des Roten Halbmonds von Bangladesch, in der Bildmitte: DRK-Helfer Malte Landgraff (2018)

Bitte helfen Sie den notleidenden Menschen mit Ihrer Spende:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX , Stichwort: Flüchtlingskrise Rohingya


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